Wer mit uns baut, baut massiv – Stein auf Stein

Allgemeines

Jeder Häuslebauer muss sich an Regeln halten, die ziemlich genau vorgeben, welche Bedingungen ihr neues Heim erfüllen muss. Dabei gibt es zwar Spielräume bei der Ausführung, aber auch diese sind in fast allen Fällen geregelt. Dabei ist zu beachten, das die allgemein anerkannten Regeln der Technik den DIN-Normen übergeordnet sind. Das liegt einfach daran, dass DIN-Normen keine Rechtsnormen sind sondern lediglich private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Es gibt also zwangsläufig DIN-Normen, welche keine Anwendung finden, weil die allgemein anerkannten Regeln der Technik etwas abweichendes fordern. Hier lohnt es sich zu informieren, wie die bauausführende Firma sicherstellt, dass deren  Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Wissensstand sind. Die Anforderungen bei der Tragwerksplanung und dem Wärmeschutz müssen auch den ständigen gesetzlichen Veränderungen angepasst werden. Da hilft nur ständige Weiterbildung der Mitarbeiter und ständiger Austausch zwischen den Planern, Bauleitern und den bauausführenden Handwerkern.
 

Bodenplatte mit Frostschürze


Jeder der schon die Kraft von Wasser und besonders von gefrorenem Wasser, welches sich ausdehnt und dabei unglaubliche Kräfte erzeugt, erlebt hat, weiß wie wichtig eine Frostschürze ist.  Nicht tragfähige Deckschichten werden abgetragen und ein Kiesbett erstellt. In diesem Kiesbett wird anschließend die Frostschürze ausgehoben, mit Stahl armiert und mit Beton verfüllt. Auch die Variante ohne Frostschürze wird von einigen Firmen praktiziert. Diese berufen sich auf eine kapilarbrechende Kiesschicht, welche dafür sorgen soll, dass sich kein Wasser, welches frieren könnte, unter der Bodenplatte sammeln kann. Einziger, aber oft unterschätzter Haken ist, dass diese Schicht durch Feinmaterial, welches durch Wasser in die Zwischenräume geschwemmt werden kann, die kapilarbrechende Wirkung aufheben könnte. Darum unsere Empfehlung: Bauen Sie mit Frostschürze, wenn Sie keinen Keller verwenden.

Gebäudeaußenhülle


Beim Hausbau muss jeder Häuslebauer darauf achten, die aktuellen Bestimmungen, wie z.B. die aktuelle Fassung der Energieeinsparverordnung einzuhalten. Dabei spielt die Gebäudeaußenhülle eine tragende Rolle, denn diese umgibt das Haus und muss ausreichend Luftdicht und wärmedämmend ausgeführt werden. Dabei sollte nur auf zugelassene und zertifizierte Materialien zurückgegriffen werden. Günstigere Alternativprodukte, nicht selten aus dem Ausland, besitzen oft diese Zertifizierungen nicht und könnten im Falle des Falles als ungeeignet eingestuft werden. Neben den wärmedämmenden Eigenschaften, ist auch die Wärmespeicherfähigkeit und der rasche Feuchteaustausch für ein gleichbleibend angenehmes Wohnklima wichtig. Hier ist Ton seit tausenden von Jahren, lange bevor an Zement zu denken war, der führende Werkstoff. Die Steine aus gebranntem Ton wurden stetig weiter entwickelt und bieten heute alle wichtigen Eigenschaften für den Hausbausektor. Nur wo der Schallschutz eine tragende Rolle spielt, setzen wir Materialien mit einer höheren Dichte ein. Diese dämmen zwar besser den Schall, aber haben schlechtere Wärmedämmeigenschaften. Welche unserer Außenhüllen für Sie in Frage kommt, erörtern wir gerne im persönlichen Gespräch. Bei der Auswahl des Deckputzes sind nicht zuletzt die Haltbarkeit und leichte Pflege wichtige Faktoren. Hier wird auf hochwertige, schmutzabweisende Putze in vielen Farben gesetzt.

Dachziegel oder Dachsteine


Eine Frage, die wir sehr oft gestellt bekommen. Sicher hat jede Variante Vor- und Nachteile. Welche für sie entscheidend sind, müssen schlussendlich Sie entscheiden. Dachziegel bestehen aus Ton, einem reinen Naturprodukt. Selbst die Beschichtung, wie Engoben und Edelengoben sind aufgebrannte Tonschlämmen mit Farbpigmenten. Tonziegel haben eine sehr glatte Oberfläche, was Schmutz kaum eine Möglichkeit gibt, sich festzusetzen. Was viele aber unterschätzen, ist der enorme Energieaufwand bei der Herstellung und die Tongüte, die vom Abbauort abhängig ist. Die Wasseraufnahmefähigkeit ist entscheidend für die Haltbarkeit des Tonziegels und auch da sollte man aufpassen. Auch sind Tonziegel nicht durchgefärbt. Abplatzungen an der Oberfläche z.B. durch Frost oder Hagel sind sofort sichtbar und Angriffspunkt für Wasser. Betondachsteine benötigen weit weniger Energie bei der Herstellung. Sie sind in fast allen Fällen durchgefärbt und Dank neuer schmutzabweisender Oberflächen auf den ersten Blick kaum noch vom Dachziegel zu unterscheiden. Kleinere Abplatzungen sind nur mit Mühe auszumachen und beeinträtigen die Funktionalität nicht. Da es sich nicht um ein reines Naturprodukt handelt, sind Farbunterschiede zwischen den verschiedenen Chargen sehr gering, so dass Dachsteine nachgekauft werden können.

Anlagentechnik


Energieeinsparung ist nicht nur Sache des Bauherrn und Baukörpers, sondern auch der Anlagentechnik. Modernste, hocheffiziente Wärmepumpensysteme ohne elektrischen Heizstab, Photovoltaik- und Solaranlagen sind nur einige Beispiele, die hier zum Tragen kommen sollten. Hier muss ein gesundes und tragfähiges Energiekonzept vorliegen, welches genau auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst wird. Dabei sollten Sie aber die Amortisationsdauer nicht aus den Augen verlieren. Eine umfassende Beratung schafft auch dabei Klarheit.
 
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